30.04.2013

Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Format: Paperback
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 21. März 2013
Seiten: 512
ISBN13: 978-3499267031
Preis: € 14,99

 Leseprobe: KLICK





Als Lou ihren Job als Bedienung im Café verliert, muss sie sich beim Arbeitsamt melden. Dort wird ihr ein Job als Pflegerin vermittelt. Ab diesem Zeitpunkt kümmert sie sich um Will, der nach einem schrecklichen Unfall im Rollstuhl gelandet ist und seitdem vom Hals abwärts gelähmt ist. Für Will, der vor dem Unfall ein totaler Sportfanatiker war ein absoluter Fluch ständig auf die Hilfe anderer Leute angewiesen zu sein und nichts mehr alleine tun oder entscheiden zu können. Er ist des Lebens überdrüssig und würde es am liebsten beenden.
Als Lou dies erfährt, versucht sie alles, um Wills Lebenswillen wieder zu wecken, indem sie Ausflüge plant und später sogar mit ihm in Urlaub fliegt.
Doch Will legt ihr immer wieder Steine in den Weg und macht es ihr nicht gerade leicht, denn er ist mürrisch und wortkarg und hat anfangs kein nettes Wort für Lou übrig.
Doch irgendwann reicht es Lou und sie sagt Will kräftig ihre Meinung und ab diesen Moment verbessert sich ihr Verhältnis zueinander. Und obwohl es so scheint, das die beiden sich annähren und es Will besser zu gehen scheint, hält er weiterhin an seinem Vorhaben fest, seinem Leben ein Ende zu bereiten. Und er bittet Lou dabei um ihre Unterstützung. Doch wird Lou ihm diesen Wunsch erfüllen können?

Mit „Ein ganzes halbes Jahr“  hat die Autorin einen wirklich rührenden und emotionalen Liebesroman vorgelegt. Denn dieses Buch trifft einfach mitten ins Herz.
Ich habe mit Lou und Will mit gelitten, gelacht und geweint und die beiden sind mir sehr ans Herz gewachsen. Und auch nach dem beenden des Buches, musste und muss ich auch immer noch viel an die beiden denken.

Obwohl das Thema Querschnittslähmung und Sterbehilfe natürlich sehr ernst und nicht leicht ist, so hat Jojo Moyes es trotzdem hervorragend umgesetzt bekommen und mit Lou einen Charakter geschaffen, der mit jugendlichen Schwung den nötigen Humor in die Geschichte bringt.

Insgesamt ist der Roman sehr flüssig geschrieben. Die meiste Zeit wird die Geschichte aus der Sicht von Lou erzählt, nur wenige Male wechselt die Erzählperspektive und dadurch lernt man die anderen Charaktere noch etwas besser kennen, die sehr authentisch und sympathisch rüber kommen. Und vor allem Wills Mutter kann man nach so einem Perspektivenwechsel  etwas besser verstehen.

Auch wenn ich dieses Jahr schon wirklich schon viele tolle Bücher gelesen habe, hat mich keins bis jetzt so berührt und begeistert wie „Ein ganzes halbes Jahr“. Dieses Buch hat echte Chancen für mein Highlightbuch 2013!

Eine unvergessliche gefühlvolle Liebesgeschichte über eine ganz besondere Freundschaft, die sehr bewegt und nachdenklich macht und mehr als lesenswert ist.

Meine Bewertung:

 


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