09.11.2012

Blut für Blut von Julie Hastrup















Rebekka Holm wird zu einem Tatort mit einer Leiche gerufen bei der es sich um die bekannte Sozialarbeiterin Kissi Schack handelt. Kissi wurde vor ihrem Tod brutal misshandelt. Rebekka begibt sich auf die Suche nach dem Täter, was sich allerdings als nicht so einfach herausstellt, da Kissi von allen Menschen geliebt wurde und keine Feinde gehabt zu haben scheint. Kaum jemand verliert bei den Befragungen auch nur ein schlechtes Wort über Frau Schack. Doch aus Erfahrung weiß Rebekka, das solche Morde meistens von Menschen aus dem näheren Umfeld getan werden.
Gleichzeitig treibt ein Serienvergewaltiger in Kopenhagen sein Unwesen. Können diese beiden Fälle eventuell etwas miteinander zu tun haben?

„Blut für Blut“ ist der zweite Band in dem die Ermittlerin Rebekka Holm die Hauptrolle spielt. Der erste Band „Vergeltung“ hatte mir so sehr gefallen das ich dieses Buch einfach lesen musste, um zu wissen, wie es mit Frau Holm weiter geht.

Mit dem ersten Band hat die Autorin einen ziemlich hohen Maßstab gelegt und diesem wird sie leider mit dem zweiten Band nicht ganz gerecht. Teilweise zieht sich das ganze viel zu sehr in die Länge und man hätte die Ermittlungsarbeiten meiner Meinung nach auch etwas kürzer halten können. Denn ziemlich lange Zeit passiert in dem Buch nichts, es taucht weder eine neue Leiche auf noch kommen die Ermittler zu irgendwelchen Erkenntnissen.
Das was mich wenigstens etwas bei der Stange halten konnte, waren die eingestreuten Tagebucheinträge, die sich mit einem Mordfall von vor 20 Jahren beschäftigten. Die Frage, wer diese Einträge geschrieben hat und was dieser Fall von damals mit dem aktuellen zu tun haben könnten brachten für mich etwas Spannung in das ganze, die ansonsten bis kurz vor Schluss mir doch sehr gefehlt hat. Am Ende hin baut sie sich dann allerdings doch noch auf, da es endlich mit den Ermittlungen voran ging und somit etwas Leben in die ganze Geschichte kommt.
Das Ende hätte ich nun so gar nicht erwartet und hat mich doch sehr überrascht im positiven Sinne, denn ich finde es gibt nichts schlimmeres, als wenn man nach den ersten paar Seiten schon sagen kann, wer am Ende der Mörder ist. Das war hier definitiv nicht der Fall.
Das Ende ist durchaus schlüssig und wirkt nicht wie an den Haaren herbei gezehrt.

Alles in allem kann ich nur sagen, ist dieses Buch ein ganz solider Krimi, der aber mit dem ersten Buch der Autorin nicht so wirklich mithalten kann.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen